Geocaching im Harz – Ein Wanderfan berichtet

9. Februar 2015 | Wandern im Harz
Geocaching im Harz

© Andreas Pluhar

Die gute alte Schnitzeljagd: Schon als kleines Kind war sie sehr beliebt und durfte auf keinem Outdoor-Geburtstag fehlen. Mit engagiertem Entdeckungsinstinkt versuchte man den Holzspänen zu folgen, um vor dem gegnerischen Team das Geheimversteck zu finden. Mittlerweile sind es nicht nur Kinder, die im Wald auf Schatzsuche gehen. Dank dem GPS gibt es seit 2000 das sogenannte Geocaching, auch GPS-Schnitzeljagd genannt. Schnell wurde daraus ein weltweit beliebtes Spiel. Mittlerweile gibt es mehr als 50.000 Caches in Deutschland. Andreas Pluhar, großer Fan von Wandern und Geocachen, gibt uns Einblicke in die moderne Schatzsuche und das – wer hätte es gedacht – mitten im Harz.

Winterurlaub im HarzWinterurlaub im HarzWinterurlaub im Harz

Wie ich zum Geocaching gekommen bin

Im Sommer 2008 erzählte mir ein Freund vom Geocaching, der elektronischen Schatzsuche mit GPS-Gerät oder Smartphone. Da ich immer für neue technische Dinge zu begeistern bin, habe ich mich zu Hause erst einmal an den Rechner gesetzt und mir Informationen über dieses Outdoor-Spiel besorgt. Eine Geocache ist in der Regel ein wasserdichter Behälter mit einem Logbuch. Dieser Behälter wird in der freien Natur versteckt und die Koordinaten werden im Internet auf einer der zahlreichen Geocaching-Plattformen veröffentlicht. Findet jemand den Geocache, kann er sich in das Logbuch eintragen und zu Hause am Rechner einen ausführlichen Beitrag auf der Geocaching-Plattform schreiben.

Die größte Geocaching-Plattform ist www.geocaching.com, wo man die weltweit versteckten Geocaches finden kann. Anhand von Onlinekarten und GoogleEarth habe ich versucht, meine ersten Geocaches zu suchen, da ich noch kein GPS-Gerät bzw. Smartphone hatte. Dank meiner Ortskenntnisse und ein wenig Glück ging dieses auch die ersten Tage ganz gut, aber irgendwann stieß ich an meine Grenzen und kaufte mir mein erstes GPS-Gerät, mit dem die Suche dann viel einfacher war.

Über die vielen Jahre hinweg begeisterte mich dieses Hobby immer mehr, weil man an Orte geführt wird, die man sonst wahrscheinlich nie gesehen hätte. Auch die Geocacheverstecke wurden immer interessanter. Elektronische oder handwerklich tolle Basteleien konnte ich entdecken oder auch einfach mal einen interessanten Ort mit einer schönen Aussicht. Bei dem Hobby lernt man viele andere Geocacher kennen und man kann sich auf Stammtischen über das Hobby austauschen. Ich selber habe mich vor einigen Jahren mit einem Freund zusammen getan und wir produzieren in regelmäßigen Abständen den Geocaching-Podcast www.cachepodcast.de und berichten dort rund um das Thema Geocaching. Das können mal positive, aber auch negative Themen sein.

Geocaching im Harz

© Andreas Pluhar

 Geocaching im Harz

Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ habe ich auch viele Wandertouren beim Geocaching unternommen und irgendwann den Harz für mich entdeckt. Der Harz bietet viele tolle Sehenswürdigkeiten und Locations mit Geocaches.

Bei meinen Wandertouren im Harz bin ich auch das ein oder andere Mal auf die Stempelstellen der „Harzer Wandernadel“ gestoßen. Ich konnte damit im ersten Moment nichts anfangen und recherchierte erst einmal im Internet. Es gibt 222 Stempelstellen im ganzen Harz verteilt. Wenn man alle aufgesucht hat und die Stempel im Stempelbuch der Harzer Wandernadel nachweisen kann, dann ist man Harzer Wanderkaiser. Weitere Auszeichnung, die es für eine bestimmte Anzahl von Stempel gibt, findet man auf der Homepage der „Harzer Wandernadel“.

Für mich war das mal wieder eine Herausforderung und ich versuchte herauszufinden, ob es im Internet fertige Wanderrouten zu verschiedenen Stempelstellen und Geocaches gibt. Ich wollte gerne Wandern, Geocachen und Stempel sammeln  miteinander verbinden. Im Internet gibt es zwar zahlreiche Seiten, wo man sich Routen für Geocaching im Harz herunterladen kann, aber leider waren das nur Routen zu den Stempelstellen.

Bald entstand die Idee, einen eigenen Blog ins Leben zu rufen, der genau das alles miteinander verbindet. Ein Name war auch schnell gefunden. Aus Geocaching und Wandern machte ich einfach „Geowandern“, und da ich gerne im Harz wandere, war schnell der Blog „http://geowandernharz.wordpress.com“ geboren. Geowandern ist keine Wortschöpfung von mir. Wenn man im Internet sucht, findet man viele Seite mit diesem Wort und diese haben dann auch eine andere Bedeutung.

Meine Touren plane ich zu Hause am PC. Hier lade ich mir sogenannte GPX-Dateien mit den entsprechenden Geocaches und den Wegepunkten der Harzer Wandernadel auf mein GPS-Gerät und lege mir einen Track an, den ich dann später laufen möchte. Vorort kommt es dann öfter mal vor, dass man die Strecke nicht so wandern kann, wie man sie geplant hat und deshalb zeichne ich während meiner Wanderung die Strecke mit dem GPS-Gerät auf.

Geocaching im Harz

© Andreas Pluhar

Die aufgezeichnet Strecken lade ich auf die Seite www.gpsies.com hoch. Dort kann man dann Informationen über die gesamte Strecke abrufen. Informationen zur kompletten Wanderung wie Sehenswürdigkeiten, Stempelstellen und Geocaches findet man dann in meinem Blog.

Eine der schönsten Wanderung für mich war mit Sicherheit die Wanderung durch das Bodetal hinauf zum Hexentanzplatz. Landschaftlich einfach beeindruckend, sehr viele Stempelstellen und Geocaches gib es dort zu finden. Ein weiteres großes Ziel ist es, irgendwann einmal den Harzer Hexenstieg zu wandern. Ich bin zwar schon große Teilabschnitte davon gelaufen, aber an einem Stück ist dies nochmals eine andere Herausforderung. Mittlerweile habe ich bereits 34 Wanderungen in meinem Blog aufgenommen und freue mich auf viele schöne kommende Erlebnisse auf meinen Touren durch den Harz.

Autor: Andreas Pluhar

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Weitere Routen und Tipps zum Wandern im Harz gibt es in der kostenlosen Harz App. Euch könnten aus dem Bereich Wandern im Harz auch folgende Artikel interessieren:

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