Wanderlust im Harz für die ganze Familie

Wandern im Harz

©Alina Lipka

Nicola Tekaath konnte ihre ganze Familie vom Wandern überzeugen. Mittlerweile haben sie 53 Stempel von der Harzer Wandernadel ergattert und sind somit als Wanderkönige eingetragen. Bei einem netten Gespräch in Blankenburg, hat uns Nicola Tipps zum Wandern im Harz gegeben.

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Nicola wuchs im Harz auf. Ihr Elternhaus stand direkt am Waldrand. Ihre Eltern waren immer schon sehr natur- und  kulturbegeistert. Deswegen ging es nach der Schule am Samstag regelmäßig gleich in den Harzer Wald.

Für die fünf Kinder kostete das meistens erst einmal große Überwindung, aber sobald alle eine Weile unterwegs waren, merkten sie – wenn auch nur insgeheim – was für eine Bereicherung das Wandern für sie war. Es wurde gespielt, gelacht und Gespräche entstanden, die man woanders so nicht geführt hätte.

Seit ihrem Studium lebt Nicola in Madgeburg. Den besonderen Duft des Harzer Laubwaldes vermisst sie dort am meisten. Ihre Kinder dagegen finden den zweispurigen Stadtverkehr vollkommen normal – sie sind ja auch hier aufgewachsen.

Deswegen ist sie froh, dass sie ihren Kindern am Wochenende eine andere Welt zeigen kann. Eine Welt der Natur und der Ruhe. Wenn die Familie im Wald unterwegs ist, dann fühlt sie sich in ihre eigene Kindheit zurückversetzt. Allerdings hat sich seit ihrer Kindheit einiges geändert. Der gesamte Harz ist jetzt zugänglich. Durch das Projekt der Harzer Wandernadel wurden die 222 schönsten Ausflugsziele, Aussichtspunkte, Bergwerke und vieles mehr gekürt. Seit 2013 besitzt jedes Familienmitglied der Familie Tekaath ein Stempelheft. Damit war die Jagd auf Stempel eröffnet!  Mittlerweile haben sie 53 Stempel ergattert und sind somit als Wanderkönige eingetragen.

Auch wenn wir etliche Stempelstellen schon kannten, ist das Heft eine richtige Motivation. Mit dem Harzer Wandernadel-Kartenmaterial, wo alle Stempel eingezeichnet sind, geht es dann so oft wie es geht in den Harz.“ Nicola freut sich besonders über die netten Wanderer, die ihr beim Wandern im Harz begegnen. Man kommt sehr schnell mit anderen Wanderern ins Gespräch. Auf der Stempelsuche sprechen sich wildfremde Menschen an, das gemeinsame Hobby und die gemeinsamen Ziele verbinden. Schwerer auffindbare Stempel wie beispielsweise Nummer 73 (Stecklenberg) werden oft direkt auf den Wegschildern mit Edding notiert.

Die schönste Wanderung im Harz

Die erfahrene Wanderin war schon auf den meisten Wanderwegen im Harz unterwegs. „Den Unterharz mit seinen hellen Laubwäldern finde ich persönlich am Schönsten. Deswegen liebe ich es, im Selketal zu Wandern. Der Weg von der Selkemühle bis nach Meisdorf ruft immer wieder Kindheitserinnerungen hervor. Die Landschaft dort ist fast wie in einem kitschigen Märchenfilm, wenn man den Wanderweg sieht, der sich an der Selke entlangschlängelt und idyllisch von Kronen vieler Kastanien  beschützt wird. Wie schön es hier ist, habe ich als Kind noch gar nicht bewusst wahrnehmen können bzw. als selbstverständlich hingenommen.

Jede Jahreszeit hat im Harz seinen Reiz. Das Kaiserwetter im goldenen Oktober ist allerdings das absolute Highlight von Nicola.

Wandern im Selketal

Wandern im Harz mit Kindern

Die Kinder von Nicola sind 7,10,13 und 15 Jahre alt. Es sind eher die Jüngeren, die voller Euphorie dabei sind. Der 10-jährige Sohn von Nicola liebt Zahlen und Karten. „Er fährt richtig auf die Wanderzeichen ab. Ständig blättert er durch sein Stempelheft und plant mit seinem Großvater die strategisch besten Wandertouren – für ihn machen diese ganz klar die Anzahl der Stempel aus. Bei ihm benötige ich ganz und gar nicht meine Überredungskunst.“

Wenn die Familie im Wald ist, dann ist sie ausgeglichener und entspannter. Gerade vom stressigen Stadtleben, wo die Uhren viel schneller ticken, können sich hier die Harz-Liebhaber erholen. Nicola achtet darauf, dass die Wandertouren im Harz nicht zu lang werden. Eine Tagestour ist somit nicht länger als 10 km – und das ist schon ordentlich für die siebenjährige Tochter.

Der einzige Nachteil den sie am Harz sieht, ist die Abhängigkeit vom Auto. „Ohne ein Auto würden wir zu manchen Stellen einfach nicht gelangen.“

Wandern im Harz

©Alina Lipka

Den perfekten Urlaubsort direkt von der Haustür

Die Familie Tekaath wohnt eine Autostunde vom Harz entfernt. Längere Urlaube planten sie bis jetzt immer nur im Ausland. Als sie allerdings das letzte Mal in Treseburg und bei der Rappbodetalsperre waren, wurde ihnen bewusst, dass der Harz ideal für einen abwechslungsreichen Urlaub ist. Sonne, Wasser, viel Grün in allen Facetten, dazu frische Waldluft und die Möglichkeit, den unterschiedlichsten Aktivitäten für Klein und Groß nachzugehen – was will man eigentlich mehr?

Der nächste Sommerurlaub der Familie Tekaath wird somit mitten im Harz sein. Der eine oder andere Stempel wird bestimmt auch wieder dabei sein. Wir wünschen auf jeden Fall viel Spaß!
Autor: Alina Lipka

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