Die Teufelsmauer – „so merkwürdig schön“

Einige meiner schönsten Kindheitserinnerungen sind die Wanderungen und Kletterabenteuer auf der Teufelsmauer bei Thale. Was liegt da näher, als diese Erinnerung wieder aufleben zu lassen? Und noch mehr von diesen sonder- und wunderbaren Felsformationen zu entdecken? Schließlich zieht sich die Teufelsmauer von Blankenburg bis Ballenstedt, vom „Großvaterfelsen“ bis zu den „Gegensteinen“.

Großvaterfelsen bei Blankenburg

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Der Teufelsmauerstieg

Auf etwa 35 Kilometern führt der Teufelsmauerstieg von Blankenburg nach Ballenstedt entlang und auch auf den Felsformationen, die wie an einer Perlenschnur aufgereiht sind. Wanderer passieren dabei die markantesten Klippen und Einzelfelsen wie den „Großvater“, die „Gewittergrotte“, das „Hamburger Wappen“, die „Papensteine“, den „Königsstein“ oder den „Dicken Stein“. Der Weg ist sehr abwechslungsreich: Von der anspruchsvollen Kletterpartie über die Felsklippen über weichen Waldboden bis hin zu Feldweg ist alles dabei.

Teufelsmauer bei Weddersleben

Am besten nimmt man sich Zeit, um die sagenumwobenen Sandsteine zu erkunden und zu verweilen. Auf der Wanderung gibt es außer den bizarren Felsschönheiten auch weite Ausblicke in die Landschaften des nördlichen Harzrandes zu genießen. Daher bietet es sich an, die bereits seit 1852 unter Naturschutz stehende Teufelsmauer in Etappen zu erwandern.

Für kleine Kletterer ein Paradies

Kleiner Kraxler

Will man die Aussicht vom „Großvater“ über das wunderschöne Städtchen Blankenburg genießen, heißt es: tief durchatmen und auf steile Treppen und Vorsprünge einlassen. Die Plattform mit ihrer kleinen Zugangstreppe ist auch nichts für schwache Gemüter. Doch meinen kleinen Kraxler kann das nicht bremsen und der Mut und die Anstrengung werden belohnt, während ein frischer Wind um die Nase weht.

Über Stock und Stein geht es wirklich im wahrsten Sinn des Wortes, denn der Kammweg der Teufelsmauer ist mit Geländern, Handläufen und Treppen, die in den Sandstein gemeißelt wurden, bestens für dieses Abenteuer ausgestattet.

Aber Achtung! Nicht an allen Stellen ist das Klettern und Toben ungefährlich. Manche der freistehenden Felsen sind 20 Meter hoch oder stehen an steilen Abhängen, wo Laub und Nadeln den Untergrund sehr unsicher machen. Seid also vorsichtig und besonders die Eltern sollten ihre Kids immer absichern. Außerdem sind die ausgeschilderten Wanderwege und teilweise auch Barrieren zu beachten, die zum Schutz dieser außergewöhnlichen Natur eingerichtet wurden.

Die Teufelsmauer als Stempelpfad der Harzer Wandernadel

Entlang der Teufelsmauer können wir drei Stempel der Harzer Wandernadel ins Heft drücken. Die Nr. 76 am „Großvaterfelsen“ ist eine super Startmotivation, die schönste ist die Nr. 74 am „Hamburger Wappen“ bei Timmenrode und mit der Nr. 188 belohnen wir uns zwischen Weddersleben und Neinstedt.

Stempelkasten am Hamburger Wappen

Übrigens: der Weg vom Parkplatz Timmenrode zum „Hamburger Wappen“ ist sowohl für Kinder als auch ältere Semester leicht zu begehen, da er nur wenig Steigung hat. Perfekt auch für einen gemütlichen Sonntags-Spaziergang!

Die Sagen von der Teufelsmauer

Es gibt – wie so oft bei mündlichen Überlieferungen – verschiedene Varianten der Sagen um die Teufelsmauer. Die populärste ist diese: „Vor grauer Zeit kam der Teufel mit dem Herrn überein, Gütertrennung vorzunehmen. Der Harz aber sollte sein Herrschaftsbereich sein. So wetteten sie miteinander, dass er das Gebiet haben dürfe, wenn es ihm gelänge, in einer einzigen Nacht eine Mauer darum zu ziehen, hoch schwer und eisern wie die Bauwerke der Kaiser. Gesagt, getan, das Mauerwerk wuchs in der Dunkelheit. Da ließ der Herr eine Bäuerin aus Timmenrode mit ihrem Hahn im Korb zu Markte gehen und sie über einen kleinen Kiesel stolpern. Da reckte der Hahn im Korb den Hals und begann zu krähen. Der Teufel glaubte, die Nacht sei zu Ende und schleuderte vor Wut den Schlussstein gegen das Bauwerk, so dass nur noch Bruchstücke stehenblieben.“

Infotafel

Du willst mehr über die Sagen erfahren? Dann klick hier: Wikipedia

Faszination Teufelsmauer

Schon Goethe war von den bizarren Felsen der Teufelsmauer fasziniert und fand sie „so merkwürdig schön“. Wir können uns dem Zauber dieser sagenumwobenen, wild-romantischen Felsen ebenso wenig entziehen wie zahlreiche Filmemacher, die hier häufig anzutreffen sind. Viele DEFA-Märchen aus DDR-Zeiten spielen hier, aber auch ganz populäre Filmproduktionen, zum Beispiel „Die Päpstin“, „Der Medicus“ und sogar „Bibi & Tina: Voll verhext“! Oft hocken kleine Bibi-Fans am „Hamburger Wappen“ und träumen sich in die romantischen Szenen aus dem Film. Und erkunden danach die Felsklippe und den Kuhstall mit seinem Panoramablick. Faszination pur!

>> Klickt hier zur Route über den Teufelsmauerstieg. <<

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Text: ©jh
Bilder: ©jh, jbö

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelsmauer_%28Harz%29#Sagen_von_der_Teufelsmauer

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