Katharina und Michael unterwegs auf dem Harzer-Hexen-Stieg

Unterwegs auf dem Harzer Hexenstieg ©Michael Weiß

Unterwegs auf dem Harzer Hexenstieg ©Michael Weiß

Michael kommt ursprünglich aus dem schönen Wernigerode. Aus beruflichen Gründen zog es ihn vor ein paar Jahren nach Hannover. Mittlerweile zieht es ihn in seiner Freizeit immer häufiger in seine Heimat, um vom Alltag abzuschalten. Mit seiner Freundin ist er diesen Sommer den Harzer-Hexen-Stieg gegangen und berichtet uns nun, wie es den beiden ergangen ist.

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Wanderwege im Harz: Der Harzer-Hexen-Stieg

Der 97 kilometerlange Wanderweg verläuft von Ost nach West, genauer gesagt von Osterode bis nach Thale über den Brocken und dem Bodetal. Als durchgehend markierter Wanderweg, ist er ideal, um sich der Vielfalt des Harzes zu widmen. Entlang landschaftlicher Höhepunkte wie der Brocken, führt der Weg auch durch das UNESCO-Weltkulturerbe Oberharzer Wasserwirtschaft. Seit 2007 ist der Wanderweg mit dem Zertifikat „Qualitätsweg“ ausgezeichnet worden.  

Die Vorbereitung für das erste Wanderprojekt

Wir, Katharina  (24) und Michael (29), sind beide an der Medizinischen Hochschule Hannover tätig. Gebürtig komme ich, Michael, aus Wernigerode. Seitdem ich nicht mehr im Harz wohne, schätze ich immer mehr meine Heimat. Früher bin ich als leidenschaftlicher Mountainbiker die Touren im Harz abgefahren, heute genieße ich die Natur auch mal in Schrittgeschwindigkeit. Beruflich haben wir beide oft viel Stress. Die 5-Tage Woche ist ein Fremdwort und auch regelmäßige Schichtwechsel schlauchen den Körper sehr. Dazu die freie Zeit noch für ein Studium investieren, da braucht man hin und wieder ein Kontrastprogramm, um die Seele zu beruhigen. Deswegen haben wir vor einem Jahr mit dem  Stempeln angefangen. Die Harzer Wandernadel ermöglicht auf eine tolle Art den Harz kennenzulernen. Schnell haben wir die ersten Abzeichen erwandert. Mittlerweile haben wir Gold. Oft sind wir dem Symbol des Harzer-Hexen-Stieges begegnet. Das hat uns natürlich neugierig gemacht. Ursprünglich hatten wir für diesen Sommer den West Highland Way in Schottland geplant. Aber da wir mit Fernwanderwegen bislang keine Erfahrungen hatten, haben wir uns zum Herantasten dann doch für den Hexen-Stieg entschieden. Für uns war klar, ein Pauschalangebot mit Gepäcktransfer kommt nicht in Frage. Somit haben wir alles selber getragen, was aber mit guter Planung kein Problem ist. Nachdem wir uns ausgerüstet hatten, ging es an die Recherche und Planung. Fünf Tage wollten wir uns für die Strecke Zeit nehmen und planten dementsprechend die Etappen und Tagesziele. Die Unterkünfte haben wir ebenfalls im Vorhinein gebucht.  Von der Jugendherberge bis zum Hotel war alles dabei. Die Vorfreude stieg und endlich war es dann soweit. Los ging es dann im Juni mit dem Zug von Hannover nach Osterode.

Los geht es ©Michael Weiß

Los geht es ©Michael Weiß

Der Harzer-Hexen-Stieg in 5 Etappen

Harzer-Hexen-Stieg: Tag 1

In Osterode angekommen haben wir uns recht schnell auf den Weg gemacht. Strahlender Sonnenschein und warme Temperaturen ließen die Stimmung und Motivation noch etwas mehr in die Höhe steigen. Eine kurze Eingewöhnungsphase für das Gewicht auf dem Rücken bedarf es schon. Aber schließlich war es das was wir wollten: eine Herausforderung! Unterwegs machten wir Rast am Bärenbrucher Teich, ein wunderschöner Ort und mein kleines persönliches Highlight für diesen Tag. Der erste Tag führte uns bis nach Clausthal-Zellerfeld, wo wir uns eine kleine Pension gesucht haben.

Wiese bei Clausthal-Zellerfeld ©Michael Weiß

Wiese bei Clausthal-Zellerfeld ©Michael Weiß

Harzer-Hexen-Stieg©Michael Weiß

Bärenbrucher Teich ©Michael Weiß

Harzer-Hexen-Stieg: Tag 2

Der zweite Tag startete mit einem ausgiebigen, liebevoll zubereiteten Frühstück in familiärer Atmosphäre in der Pension Hohensee.  Ziel für diesen Tag war die Jugendherberge am Torfhaus und ein ausgiebiges Abendessen in der Bavaria Alm. Die zweite Etappe stand unter dem Thema „Oberharzer Wasserwirtschaft“. Diese Thematik machte ihren Namen unterwegs alle Ehre und gefiel uns sehr. Gräben, Bäche und Dämme, es war alles dabei. Zum Schluss hieß es noch einmal alle Kräfte mobilisieren und den Magdeburger Weg entlang. Am Torfhaus angekommen wurden wir mit einem wunderschönen Blick auf unser morgiges Tageshighlight belohnt, den Brocken. Es hat schon etwas Mystisches, wie er über den Wäldern thront. Aber für heute war es erst einmal genug. Duschen und ab zur Bavaria Alm!

Torfhausmoor ©Michael Weiß

Torfhausmoor ©Michael Weiß

Torfhausmoor ©Michael Weiß

Torfhausmoor ©Michael Weiß

Harzer-Hexen-Stieg: Tag 3

Die dritte Etappe führt uns auf Goethes Spuren. Da uns ein langer Tag bevorstand, der uns über den Brocken bis nach Elend führte, sind wir recht früh aufgebrochen. Eine gute Entscheidung wie sich zeigt, denn wir konnten das schöne Torfhausmoor bei herrlichem Sonnenschein und stiller Einsamkeit genießen. Gern hätten wir dort noch etwas länger verweilt aber wir wollen ja noch hoch hinaus. Lange wollen wir uns oben jedoch nicht aufhalten, denn wir waren in der letzten Zeit schon einige Male dort. Ebenfalls eine gute Entscheidung wie sich auf dem Weg nach unten zeigt. Auf Höhe der Einmündung zum Eckerloch fand mein persönliches kleines Highlight statt, das Treffen einer Harzer Berühmtheit…Brocken-Benno. Gern nahm er sich die Zeit für einen kleinen Plausch und ein paar Erinnerungsfotos. Von unserer Tour war er begeistert und gab uns gleich Tipps für weitere.

Nach langem Bergab und mit schmerzenden Füßen erreichten wir schließlich Elend.

Treffen mit Brocken Benno ©Michael Weiß

Treffen mit Brocken Benno ©Michael Weiß

Auf dem Brocken ©Michael Weiß

Auf dem Brocken ©Michael Weiß

Harzer-Hexen-Stieg: Tag 4

Der heutige Tag führte uns von Elend nach Altenbrak und war der einzige, der uns anfangs ein paar Stunden Regen bot. Es ging zu Burgruinen, über Talsperren bis zur Köhlerei Stemberghaus. Die ganze Strecke über ist uns niemand begegnet, sehr unheimlich aber auch schön. Im Hotel an der Talsperre trafen wir dann alte Bekannte wieder, ein Pärchen aus Braunschweig, dem wir an den Vortagen schon des Öfteren begegnet waren. Spontan entschlossen wir uns gemeinsam essen zu gehen – der Hexen-Stieg verbindet 🙂

Rappbodetalsperre ©Michael Weiß

Rappbodetalsperre ©Michael Weiß

Harzer-Hexen-Stieg: Tag 5

Am fünften Tag hieß es Endspurt nach Thale durch das schöne Bodetal. Vorbei an schönen Felsformationen bietete diese Etappe einen wunderschönen Abschluss dieser Wanderwoche. Nach der Teufelsbrücke hatten wir unser Ziel vor den Augen: Thale.  Die Belohnung für diese aufregende Woche wartete in der Touristeninformation; die Wandernadel des Harzer-Hexen-Stiegs. Doch die schönste Belohnung für all die Anstrengungen sind die schönen Erlebnisse und Erinnerungen und das Gefühl, die Herausforderung geschafft zu haben. 100 km auf den eigenen Füßen und nur das nötigste an Gepäck. Da merkt man erst einmal, mit wie wenig man sich eine schöne Zeit machen kann.

Unterwegs im Bodetal ©Michael Weiß

Unterwegs im Bodetal ©Michael Weiß

Harzer Wandernadel ©Michael Weiß

Harzer Wandernadel ©Michael Weiß

Unser Fazit

Der Harzer-Hexen-Stieg ist mit seinen fast 100 km eine echte Herausforderung. Unterwegs sind wir vielen netten Menschen begegnet, mit denen wir schnell ins Gespräch gekommen sind. Auch wenn es nur 5 Tage waren, nehmen wir eine Menge schöne Erinnerungen mit nach Hause. Weit weg vom Alltagsstress konnten wir richtig abschalten und werden auf jeden Fall nächstes Jahr wieder einen Fernwanderweg in Angriff nehmen.

Autor: Michael Weiß 

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