Clemens Aulich – Gründer des Luftfahrtmuseums Wernigerode

©Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode

©Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode

Als er mit vierzehn Jahren begann die ersten Flugzeugteile zu sammeln, hätte Clemens Aulich nicht gedacht, dass er eines Tages sein Hobby zum Beruf machen darf. Sein Museum gehört heute zu den fünf größten Luftfahrtmuseen in Deutschland. Bei einem Besuch durften wir  sein Sammleruniversum vom Nahen betrachten.

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Wenn ganze Flugzeuge zu Sammelobjekten werden

Viele Menschen träumen davon fliegen zu können. Einer von ihnen ist Clemens Aulich. Die Leidenschaft rund ums Fliegen hat ihn bereits im Kindesalter gefesselt. Mittlerweile gehört sein Luftfahrtmuseum zu den fünf größten Deutschlands.

Für ein Kind war es mit Sicherheit untypisch Flugzeugteile zu sammeln. Aber da ich mit der aktiven Fliegerei bereits mit vierzehn Jahren begonnen habe, hat mich schnell alles rund um die Fliegerei interessiert. Es war mein Großvater, der mich mit seiner Leidenschaft angesteckt hat.“

Clemens ist großer Fan von jeglichen Flugobjekten. Zu seiner Sammlung zählen mittlerweile einhundert Flugzeuge und Hubschrauber. Da der Sammler beruflich viel unterwegs war, konnte er weltweit Schmuckstücke ergattern. Als in den neunziger Jahren seine Notunterstände bei Freunden und Bekannten nicht mehr ausreichten, hielt er nach einer geeigneten Halle Ausschau. In Wernigerode, der damaligen DDR-Vorzeigestadt, hat der gebürtige Braunschweiger die ideale Halle gefunden.

Nach einer Komplettsanierung der Lagerhalle, sind die Türen seit 1999 auch für Besucher geöffnet. Zu dem Team zählen 15 Mitarbeiter aus den Bereichen Restaurierung, Werkstatt, Empfang, Cafeteria und Marketing. Mit der erst kürzlich erteilten Baugenehmigung werden das Besucherzentrum und die Ausstellunghalle  im Sommer 2016 vergrößert. Absolutes Highlight wird die begehbare Transall auf dem Dach.

©Alina Lipka

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Touristische Attraktion für Wernigerode

60.000 Touristen strömen jährlich in das Museum, das sich auf 5.000 Quadratmetern erstreckt. Zur Hochsaison bestaunen täglich bis zu 500 Besucher die Sammlerwerke. Die Detailverliebtheit von Clemens wird nicht nur von Luftfahrtfans geschätzt. “Bei den Erklärungen und den Beschriftungen, die alle von mir stammen, achte ich besonders auf die Verständlichkeit. Ich erkläre also aus den Augen eines Besuchers ohne Vorkenntnisse und nicht den eines Fachmanns. Für unsere kleinen Gäste bieten wir auch eine Audioführung an, die eine halbe Stunde dauert.

Bei einem Besuch durchläuft man die spannende Geschichte der Luftfahrt seit Mitte des letzten Jahrhunderts. Zu dem Museum gehört auch eine eigene Werkstatt, in der die einzelnen Exemplare fachgerecht restauriert und aufgebaut werden.

© Museum für Luftfahrt und Technik Wernigerode

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Wernigerode meets Hoolywood

Mich macht es immer wieder stolz, wenn meine Objekte internationales Interesse erwecken. Wir lieferten bereits Requisiten und Know-how für namenhafte Filmprojekte, wie der neue Spielberg-Film ‘Bridge of Spies – Der Unterhändler‘ mit Tom Hanks, der im November diesen Jahres herauskommen wird.“

6 Gründe, warum sich ein Besuch im Luftfahrtmuseum Wernigerode absolut loht

1 – In der Ausstellung spürt man die Leidenschaft und das Engagement für die Luftfahrt. Clemens hat sein Hobby zum Beruf gemacht und das kann man in der Halle deutlich spüren. Auch Luftfahrtmuffel kommen hier auf den Geschmack, mehr über die Geschichte des Fliegens zu erfahren.

2 – Die Ausstellung ist abwechslungsreich und wächst ständig weiter. Genau aus diesem Grund wird zurzeit angebaut, damit auch weiterhin neue Sammlerstücke ausgestellt werden können.

3 – Kinder und Jugendliche können an Technik herangeführt werden. Ihr wissenschaftliches Interesse wird geweckt. Selbst Clemens ist seit jungen Jahren großer Fan der Luftfahrt. Die Fliege Fanny erklärt während einer dreißigminütigen Audioführung die Zusammenhänge auf eine kindgerechte Art mit viel Witz und Humor. Im Museum wird also keinem langweilig!

4 – Direkt in der Ausstellungshalle gibt es einen Restaurationsplatz und eine Werkstatt. Hier kann man aus nächster Nähe beobachten, wie man fachgerecht die einzelnen Objekte in Stand hält.

5 – Außerdem kommt man Großexemplaren so nah, wie sonst nirgendwo. Man schlendert an den einzelnen Objekten entlang. Fotos sind auch erlaubt.

6 – Die Audioführung ist auf Deutsch, Englisch und Niederländisch verfügbar und vermittelt in siebzig Minuten spannende Hintergründe zu den Top 20 Exponaten. Wir fanden die Führung sehr interessant und können sie nur empfehlen.

©Alina Lipka

Kaum vorstellbar – mit diesem Flugzeug flüchtete eine Familie  aus der DDR ©Alina Lipka

Wir bedanken uns bei Clemens für den Einblick in sein Sammleruniversum und kehren auf jeden Fall wieder, wenn die Transall auf dem Dach sein wird. Zur Internetseite vom Museum gelangt Ihr hier

Autor: Alina Lipka

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